Hier veröffentlichen wir von Zeit zu Zeit Wissenswertes zum Thema Diskriminierun / Gleichstellung

Antidiskriminierungsnewsletter 04/2021

Antidiskriminierungsnewsletter Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung 04/2021

 

Ausblick:

26.04 – 02.05 Lesbian Visibility Week 2021 

Hier findest du eine große Reihe von Online-Veranstaltungen zu verschiedensten Themen, von Diskriminierung lesbischer Personen am Arbeitsplatz, über Intersektionalität, bis hin zu Themen wie Glauben und Identität. Die Events werden kostenlos auf Youtube und Facebook gestreamt.

 

28.04. Online Veranstaltung “Abends warm – Generationengespräche”

Am 28.04 um 18:30 Uhr findet auf Instagram ein Livestream zum Thema “21st Century Boy – männliche Wege aus der Geschlechterdominanz“ statt. Zu Gast bei Sookee (@sookee_quing) sind Bao Pham (Youtuber & Musiker) und Gerhard Hafner (Soziologe & HeforShe-Botschafter). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der @uraniaberlin und der @belapobi statt.

 

05.05. Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird am 05.05.2021 stattfinden. Unter https://www.wheelmap.org/ habt ihr die Möglichkeit Barrieren zu melden. Aktion Mensch hat verschiedene Vorschläge auf ihrer Internetseite, was du an diesem Tag tun kannst.

Um 17.00 Uhr startet hier ein Live Online-Event.

Nicht nur allgemein ist in Europa viel zu tun, sondern auch in Deutschland im Speziellen. Aktuell läuft bei Change.org eine Unterschriften-Aktion. Unter dem Hashtag #StelltUnsEin fordern Lukas Krämer und andere Betroffene eine Änderung des Arbeitsverhältnis in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Statt Mindestlohn steht ihnen durch ihr arbeitnehmerähnliches Arbeitsverhältnis nicht der Mindestlohn zu, sondern ein Stundenlohn von 1,35 Euro. In diesem Video berichten Betroffene von ihren Erfahrungen und der Link zu Petition findet ihr hier.

Auch im Landkreis Stendal gibt es eine Aktion am Mittwoch, dem 05. Mai 2021, 16 Uhr.

Der Inklusionsbeirat und der Altmärkische Gehörlosenverein laden dabei zu dem digitalen Vortrag „Der aktuelle Umsetzungsstand der UN-Behindertenrechtskonvention“ von Herrn Professor Morfeld ein. Ziel ist es, mit Einwohner*innen in Kontakt zu treten und sie für Inklusion und Barrierefreiheit zu begeistern. Im Anschluss findet um 16.30 Uhr eine digitale Sitzung des Inklusionsbeirates statt. Gäste sind herzlich willkommen!

Bitte melden Sie sich beim Örtlichen Teilhabemanagement Stendal an. Danach erhalten Sie die Zugangsdaten. (E-Mail: teilhabe@landkreis-stendal.de, Tel.: 03931-607194 (-96))

Aktuell geplant, aber noch nicht ganz fest stehend, sind folgende Veranstaltungen: Baumpflanzaktion, Plakatworkshop und eine Schaufensteraktion. Nähere Informationen werden auf der Landkreis-Homepage unter diesem Link veröffentlicht.

 

07.05. Online Veranstaltung „Gegenwehr gegen Antisemitismus – von Berlin lernen und eigene Wege gehen“ von 09.00 Uhr bis 11.30 Uhr via Zoom

Der rechtsextreme Anschlag von Halle gilt mit dem Urteil vom 21. Dezember 2020 als juristisch aufgearbeitet. Die gesellschaftliche Aufarbeitung wird indes eine Daueraufgabe bleiben, der wir uns mit aller Kraft widmen müssen. Das Team des Berlin-Monitors, eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Universität Leipzig und der Hochschule Magdeburg-Stendal, möchte einen Beitrag leisten, um dem virulenten Antisemitismus den Nährboden zu entziehen. Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya stellt wesentliche Ergebnisse des „Berlin-Monitors“ vor und zieht dabei Erkenntnisse zur Situation in Sachsen-Anhalt heran, um Impulse für die Diskussion über die Weiterentwicklung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Antisemitismus in Sachsen-Anhalt zu setzen.

Anmeldung unter: demokratie@ms.sachsen-anhalt.de

 

17.05. Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

 An diesem Tag, auch kurz IDAHOBIT genannt, finden seit 2005 am 17.05. jeden Jahres international Aktionen gegen die Diskriminierung aufgrund der von der Heteronormativität abweichenden sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität statt. Erst seit dem 17.05.1990 wurde Homosexualität in der Klassifikation von Krankheiten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nicht mehr als Krankheit definiert.

Veranstaltungen:

In Stendal auf dem Winkelmannplatz soll am 17.05. von 14:00 – 16:00 Uhr ein Spiel zum Thema „Geschlechtliche Vielfalt neu erleben“ stattfinden. Es wird in Zusammenarbeit mit dem KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. durchgeführt, die auch gleichzeitig für Informationen und Materialien zur Verfügung stehen. Angesprochen sind interessierte Menschen, die Lust haben, sich auf das Spiel und das Thema einzulassen.

Vom Netzwerk Herz statt Hetze wird später am 17.05. um 17:00 Uhr ein Tanz-Flashmob beim Winkelmannplatz stattfinden. Damit soll ein Zeichen der Solidarität zu Personen der LGBTIQ+ gesetzt werden und auf die immer noch vorhandene Ungleichberechtigung jener Menschen aufmerksam gemacht werden. Neben dem Tanz, welcher choreografiert ist und vor Ort angeleitet wird, soll es auch Redebeiträge geben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

28. 05. – Probewahl für Migrant*innen

In Sachsen-Anhalt leben ca. 75300 Menschen, die von Wahlen ausgeschlossen sind da sie ausschließlich über einen ausländischen Pass verfügen und einem Drittstaat angehören. Das Projekt „Partizipation ohne Wahlzettel“ möchte die politische Beteiligung dieser Personengruppe stärken, indem es ihre Anliegen in verschiedenen Formaten in den Mittelpunkt stellt. Wie schon bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2016, soll auch 2021 die offizielle Landtagswahl durch eine Probewahl für Migrant*innen begleitet werden. Dabei können am 28.05.2021  Menschen mit Migrationsbiografie, die länger als drei Monate dauerhaft in Sachsen-Anhalt leben, über die zur Wahl stehenden Parteien abstimmen. In Stendal findet die Wahl von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Stadtteilbüros Stendal-Stadtsee statt.

 

 

Rückblicke:

15. – 29.03. – Woche gegen Rassismus

Da wir im letzten Newsletter das Thema Sexismus ausführlicher thematisiert haben, möchten wir in diesem Monat einige aktuelle Impulse zur Diskriminierungsform Rassismus setzen. Einen ausführlichen Rückblich zur Woche gegen Rassismus findest du demnächst auf unserer Webseite unter Aktuelles.

Antimuslimischer Rassismus ist weit verbreitet

Ein aktuelles Infopapier mit Zahlen und Fakten zum Thema antimuslimischer Rassismus macht deutlich, welche Diskriminierungserfahrungen Muslim*innen in Deutschland machen. So wurden dem Bundesinnenministerium 2020 mindestens 901 Übergriffe auf Muslim*innen oder muslimische Einrichtungen gezählt. In einer repräsentativen Studie der deutschen Wohnbevölkerung stimmten des Weiteren 27% der Befragten im Jahr 2020 dem Satz „Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden” zu. Weitere Fakten und Zahlen, sowie Erklärungen der Diskriminierungsform und die Downloadmöglichkeit des Infopapiers findest du hier.

Dokumentarfilm „Schwarze Adler“

In „Schwarze Adler“ werden Erfahrungen von People of Color im deutschen Fußballnationalteam dargestellt. 14 Fußballstars aus verschiedensten Jahrgängen berichten vor der Kamera, über die Erfahrung, die sie eint: Diskriminierung in Form von Rassismus. Hier kannst du eine ausführliche Rezension lesen, den ganzen Film findet man auf Amazon Prime oder kann ihn am 18.06. im ZDF anschauen.

Prozess George Floyd und mehr Polizeigewalt in den USA

Im Prozess um den Tod von George Floyd wurde der Täter und Ex-Polizist Chauvin von einer Geschworenen-Jury in allen Anklagepunkten, darunter Mord zweiten Grades, schuldig gesprochen. Es droht eine lange Haftstrafe, das genaue Strafmaß wird am 16. Juni verkündet. In den folgenden Tagen, wurden aber erneut schwarze Menschen in den USA von Polizist*innen erschossen. Quelle.

 

08.03.-08.04. – Romnja Power Month

Der im letzten Newsletter erwähnte Aktionsmonat zum Thema Empowerment von Rom*nja und Sinti*zze ist vorüber. Die Community wurde in diesem Monat sichtbarer, es gab Veranstaltungen und Medienbeiträge, wie diesen Hörbeitrag über die letzten 50 Jahre Roma-Bewegung, dieser illustrierte Textbeitrag über Romnja Frauen, die für ihre Rechte kämpfen oder dieses Video über den Kampf von Rom*nja und Sinti*zze gegen Rassismus. Und hier findest du den Youtube-Kanal von Romnja Power mit Videos zu aktuellen Themen und Aufzeichnungen von Onlineformaten.

Apropos: Wie genau funktioniert eigentlich geschlechtergerechte und diskriminierungsfreie Sprache bei dieser Gruppe? „Sinti“ ist als Selbstbezeichnung der deutschsprachigen Minderheit erstmals Ende des 18. Jahrhunderts belegt.

„Sinti“ Weiblich Männlich
Einzahl Sintez(z)a/ Sintiz(z)a Sinto
Mehrzahl Sintez(z)e Sinti(z)ze

Seit dem ersten Internationalen Romani Kongress ist „Roma“ die offizielle Selbstbezeichnung.

„Roma“ Weiblich Männlich
Einzahl Romni Rom
Mehrzahl Romnja Roma

Sie umfasst zahlreiche Romani-Gruppen und wird daher – wie auch die Bezeichnung Sinti*zze und Rom*nja – auch von einigen abgelehnt, die stattdessen den eigenen Gruppennamen bevorzugen, wie z. B. Lowara, Lalleri oder Kalderasch. (Quelle). Das Gendersternchen dient dazu, sowohl männliche, weibliche, als auch nicht-binäre Formen sichtbar zu machen. Das Z-Wort wird vom Zentralrat der Rom*nja als diskriminierend abgelehnt und sollte daher nicht verwendet werden.

 

Monat April – Sexual Assault Awareness Month

Dieses Jahr im Monat April fand der Sexual Assault Awareness Month zum 20. Mal statt. Es ging um den Schutz im Online-Bereich, sowohl in Arbeitsbereichen, Online-Klassenräumen, also auch auf Social Media Plattformen und vielen mehr. Unter dem Hashtag #SAAM2021 wird auf Instagram über Victim Blaming geschrieben, es werden Informationen zur Unterstützung von Überlebenden und andere Beiträge geteilt. Unter diesem Link findet ihr Informationen zu Statistiken, Unterstützungsmöglichkeiten und Information für Betroffene in Englisch und Spanisch.

 

31.03. – International Transgender Day of Visibility

Am 31.03 fand der jährliche Tag der Trans-Sichtbarkeit (auch Transgender Day of Visibility) statt. Dieser Tag wurde 2009 aus den USA eingeführt und stellt nach queer.de eine positivere und selbstbewusste Ergänzung zum Transgender Day of Rememberance da, an dem am 20.11. der Gewaltopfer gedacht wird.

Zum 31.03 nahmen verschiedene Personen aus der Politik Stellung zu der aktuellen Lage in Deutschland.

 

Abschließend:

Zum Thema Adultismus (Diskriminierung von Personen aufgrund des Alters) möchten wir hier ein Konzept zur Beteiligung von Jugendlichen vorstellen: Aula ist eine digitale Plattform für Schulen und andere Settings, in denen auf demokratische Art und Weise Ideen eingebracht und diskutiert werden können. Hier kannst du dir das interessante zweiminütige Erklärvideo anschauen.

Veranstaltungshinweis: Handlungsstrategien im Umgang mit Angriffen auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Pädagogik

Wir möchten euch auf eine Veranstaltung von Trans Inter Aktiv Mitteldeutschland e.V., dem KgKJH Sachsen-Anhalt e.V.  sowie von LAMBDA Mitteldeutschland e.V. hinweisen:

Zwischen Überzeugungsarbeit, Unterbrechung und Stärkung der Betroffenen: Handlungsstrategien im Umgang mit Angriffen auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Pädagogik – Online-Workshop mit Katharina Debus

Am 15. April 2021 von 16-20 Uhr. Mehr Infos unter https://www.facebook.com/events/309047430600562/

Anmeldung per Mail: j.linde-kleiner@trans-inter-aktiv.org

(der Online-Workshop ist ein Vorgeschmack für den Onlinekongress „Kinder- und Jugendhilfe verqueeren“ am 26.5.21 und „Schule verqueeren“ am 27.5.21)

 

 

Antidiskriminierungsnewsletter 03/2021

Antidiskriminierungsnewsletter Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung 03/2021

 

Rückblicke:

08.03. – Feministischer Kampftag

Der internationale Frauentag fand dieses Jahr vor einer Kulisse von Ereignissen statt, die dessen Werten deutlich entgegenstehen. Einige dieser Ereignisse möchten wir hier kurz nennen, da sie aufzeigen, wie viel Handlungsbedarf gegen Sexismus jeden Tag noch herrscht.

Demonstrationen in England #textmewhenyougethome

In Großbritannien löste der Tod von Sarah Everard eine Debatte über die Sicherheit von Frauen aus. Auf dem Weg nach Hause verschwand sie, mittlerweile ist ein Polizist wegen Verdacht auf Mord festgenommen. Unter dem Hashtag #textmewhenyougethome teilten Betroffene ihre Erfahrungen. Proteste in London wurden teilweise gewaltsam aufgelöst, die Polizei steht in der Kritik.

Abtreibungsgebot in Arkansas verschärft

Der US-Bundesstaat verabschiedete kürzlich den „Arkansas Unborn Child Protection Act“, der Abtreibungen nur noch dann erlaubt, wenn sie medizinisch notwendig sind, um das Leben der Mutter zu retten. Auch für Schwangerschaften nach Missbrauch oder Inzest sieht das Gesetz keine Ausnahmen vor. Das Ziel sei es, ein neues, strengeres Grundsatzurteil in den USA zu erreichen.

Aber auch in Deutschland ist nach wie vor die Freiheit von Menschen mit Gebärmutter, über den eigenen Körper zu entscheiden eingeschränkt. Der §219a verbietet es Ärzt*innen über Schwangerschaftsabbrüche in ihrer Klinik/Praxis zu informieren. Mehr Informationen über die aktuelle Lage hier.

Sport und Sexismus: Ein strukturelles Problem

Heiko Vogel, der Trainer der U23 von Borussia Mönchengladbach, hat sich im Spiel gegenüber Schiedsrichter-Assistentinnen in „ausfallender Weise geäußert“ (WDFV-Mitteilung): „Frauen haben auf dem Fußballplatz einfach absolut nichts zu suchen“, dies wurde allerdings nur als unsportliches Verhalten benannt. Als Strafe sollte er dafür ein Frauenteam trainieren. Ein offener Brief der Spielerinnen der ersten und zweiten Bundesliga benennt den Vorfall als diskriminierend und beleidigend und stellt klar, dass das Training einer Frauenmannschaft keine Strafe sein kann. Mittlerweile hat der Verein die Darstellung, dass die Trainingseinheiten eine Strafe darstellen, zurückgewiesen (https://www.sportschau.de/fussball/dpa-wegen-heiko-vogel-bundesliga-frauen-schicken-brief-an-dfb-story100.html). Es ist aber nicht das erste Mal, dass Frauenfußball als „Strafe“ oder Therapietool genutzt wurde, wie hier zu lesen ist.

Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention

In der Nacht zu Samstag ist die Türkei aus der Istanbul-Konvention ausgetreten, Polen überlegt ebenfalls auszutreten. Die Konvention hat die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie die Gleichstellung von Mann und Frau zum Ziel. „Ausgerechnet im Pandemiejahr schnürt man uns die Luft zum Atmen ab, anstatt uns etwas mehr Luft zu verschaffen. Sie beschließen etwas, wodurch wir noch mehr Schutz verlieren. Das können wir niemals akzeptieren.“ (Gülsum Kav, Aktivistin für Frauenrechte).

 

Es gibt aber nicht nur Negatives zum Thema Sexismus zu berichten:

Generation Equality

Die UN-Woman Kampagne setzt sich für die Rechte von Frauen ein, unabhängig von der Herkunft. Es geht um Aufklärung, Wissensvermittlung und auch um Zusammenarbeit mit Akteur*innen direkt vor Ort. Aktuelle Kampagnen sind Generation Equality und UN Woman Deutschland & SIXX. Du möchtest dich über Ehrenamt, Kampagnen oder einfach allgemein informieren? Dann klicke durch die Website unter: https://www.unwomen.de/

Repräsentation in den Medien

Eine positive Entwicklung ist zum Beispiel, dass die Spiegel-Redaktion sich ein Vorbild an dem Projekt „50:50“ des britischen Senders BBC nimmt und fortan in allen Sendungen und in allen Beiträgen so viele Frauen zu Wort kommen lassen will, wie es der Realität entspricht: 50 Prozent. Mehr Informationen zum erfolgreich umgesetzten Projekt der BBC findet ihr hier.

 

 

16.03. – Anschlag in Atlanta

Am 16. März erschoss ein weißer Mann in Atlanta 8 Menschen (darunter 6 Frauen asiatischer Herkunft) aus rassistischen und frauenfeindlichen Gründen. Wir gedenken den Opfern dieses rassistischen und misogynen Anschlags! Besonders empörend: Die Polizei sprach zunächst davon, der Täter habe „einen schlechten Tag“ gehabt.

Die Journalistin Nhi Le spricht in diesem Artikel über den Anschlag sowie den Zusammenhang mit Anti-Asiatischem Rassismus und Sexismus.

 

Aktuelles:

Aktionswochen gegen Rassismus (15.-29.März)

Hier findet ihr unsere Übersicht über die Aktionen, die im Landkreis im Rahmen der Woche gegen Rassismus (15.-29. März) stattfinden bzw. stattgefunden haben: https://www.respekt-netzwerk.de/de/blog/2021/03/15/aktionswochen-gegen-rassismus-15-29-maerz/

Wenn ihr diese Woche durch die Stadt geht, seht ihr bestimmt noch Bodenaufkleber, Sprühkreideslogans oder Plakate, die auf das Thema hinweisen.

Bilder der Kreidaktion am 19.03. in Kooperation zwischen Fridays For Future Stendal und dem Netzwerk Respekt.

Hier findet ihr den Link des Redebeitrags des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt zur anschließenden Fahrrad-Demo zum Klimastreik.

Weitere Hinweise zum Thema folgen im nächsten Newsletter. Gern könnt ihr uns dazu auch Themen nennen, die wir aufgreifen sollen.

Romnja Power Month (08.März-08.April)

Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen die Veranstalter*innen Romnja* und Sintezzi* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen.Der Romnja* Power Month macht Beiträge, Geschichte, Themen und Gesellschaftsanalysen von Rom*nja und insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven sichtbar. Zum Programm 2021: https://www.romnja-power.de/romnja-power-month-2021/

Queere Self-Care Routine noch bis zum 26.März

Du bist queer, inter*, trans* oder nicht-binär und du hast keine Möglichkeit mehr dich mit Personen auszutauschen? Trans-inter-aktiv Mitteldeutschland e.V. hat noch bis zum 26. März eine Online-Self Care Routine organisiert. Jeden Morgen von 9.30 bis 10.00 Uhr kannst du kostenlos an moderierten Sessions teilnehmen und austauschen. Weitere Informationen findest du hier.

 

Hinweise:

Digitale Gewalt, was tun?

Hasskommentare sind für viele Personen leider Alltag geworden. Doch was können betroffene Personen tun? Seit 2018 gibt es das kostenlose Beratungsangebot Hate Aid. Betroffene Personen können sich unter https://hateaid.org/ Hilfe suchen, kostenlos und unverbindlich.

Facebookseite der Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt 

Die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt ist die zentrale und unabhängige Anlaufstelle für Menschen, die Benachteiligungen in verschiedenen Lebensbereichen erfahren haben. Hier werden diskriminierungsrelevante Beiträge aus Sachsen-Anhalt und darüber hinaus gepostet: https://www.facebook.com/Antidiskriminierungsstelle-Sachsen-Anhalt-105412994148445

 

Abschließend:

Was ist Cancel Culture, ist sie falsch oder wichtig und was hat Cancel Culture eigentlich mit Diskriminierung zu tun? In einer spannenden Debatte des Formats „13 Fragen“ des Zdf setzen sich drei Befürworter*innen und Gegner*innen mit diesem Thema auseinander. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Diskussion! (45 Minuten) https://www.youtube.com/watch?v=YjeTikJuVHA&ab_channel=ZDFheuteNachrichten

 

Melde dich gerne für unseren Newsletter an, wenn du weiter informiert bleiben willst:

Aktionswochen gegen Rassismus (15. – 29. März)

Heute beginnen die bundesweiten „Aktionswochen gegen Rassismus“ (15. – 28.03.2021). Mit dieser bundesweiten Aktionswoche rund um den internationalen Aktionstag gegen Rassismus sollen deutschlandweit Zeichen gegen rassistische Diskriminierung gesetzt werden.

Was im Landkreis und auch überregional an Aktivitäten ansteht, haben wir hier chronologisch zusammengefasst.

Vorher noch ein Hinweis: Wenn Sie oder Ihnen bekannte Personen Rassismus erleben, zögern Sie nicht, die Vorfälle online auf unserer Website einzutragen, eine Anlaufstelle unseres Netzwerks oder eine kostenlose, vertrauliche Beratung bei der Beratungsstelle ENTKNOTEN www.alltagsrassismus-entknoten.de oder der Antidiskriminierungsstelle des Landes antidiskriminierungsstelle-sachsen-anhalt.de aufzusuchen.

 

Vielfalt zeichnet – Migrantische Alltagswelten sichtbar machen

Plakataktion vom 15-29. März

Mit diesem Projekt möchten das Bündnis Herz statt Hetze das Leben der Migrant*innen , die hier in Stendal wohnen etwas näher betrachten, vor allem, mit welch belastenden Situationen sie oft zu kämpfen haben. An der Plakataktion beteiligten sich Menschen, die aus verschiedenen Ländern nach Stendal kamen und hier seit einigen Jahren leben. Oft haben sie Probleme mit Einheimischen, die sie wegen ihres Aussehens, ihrer Kleidung, ihrer Kultur/ Religion oder anderem nicht akzeptieren können oder wollen. Mit ihren Plakaten will die Gruppe zeigen, dass es doch mehr Gemeinsamkeiten, als Unterschiede gibt. Die Plakate werden an verschiedenen Orten in der Hansestadt Stendal zu sehen sein.

 

KinderStärken e.V. informiert über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements, 15. März

Am Montag, 15. März, um 18.00 Uhr lädt KinderStärken e.V. zu einer digitalen Infoveranstaltung über bürgerschaftliches Engagement ein. Wie können Bürgerinnen und Bürger das gesellschaftliche Leben im Landkreis Stendal mitgestalten? Welche Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung und des Austauschs bietet ehrenamtliches Engagement? Um solche Fragen soll es an diesem Abend gehen. Verschiedene Projekte des Vereins KinderStärken e.V. werden sich vorstellen und Möglichkeiten freiwilligen Engagements aufzeigen. Den Zugangscode für die Veranstaltung erhalten Interessierte nach der Anmeldung bei susanne.becker@kinderstaerken-ev.de per E-Mail zugesandt.

 

Aktionstag gegen Vorurteile und Alltagsrassismus am 18. März

In einer gemeinsamen Aktion am 18.03.2021 wollen der Landkreis Stendal, die Hansestadt Stendal, die Partnerschaften für Demokratie (LK SDL und Hansestadt), die Freiwilligenagentur Altmark und kinderstärken e.V. Bodenaufkleber im öffentlichen Raum in Stendal anbringen. Ab 10:00 Uhr beginnt diese Aktion in der Wandelhalle des Stadthauses. Danach werden die Aufkleber mit aussagekräftigem Slogan im Eingangsbereich des Landratsamtes, in der Fußgängerzone Breite Straße und vor dem Stadtteilbüro Stendal-Stadtsee angebracht.

 

Digitaler Stadtspaziergang durch Stendal auf den Spuren der kolonialen Vergangenheit am 18. März

Die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V., der Magletan e.V. aus Magdeburg und die Partnerschaft für Demokratie der Hansestadt Stendal laden am Donnerstag, 18. März, um 17.00 Uhr zu einem digitalen Spaziergang durch Stendal ein, der die Stadt vor dem Hintergrund der kolonialen Vergangenheit Deutschlands betrachtet. Nach der Anmeldung unter info@fa-altmark.de erhalten Interessierte die Zugangsdaten zur Veranstaltung per E-Mail.

 

Klimastreik-Aktionstag und Anti-Rassismus-Soli am 19. März

Die Bündnisse Fridays for Future Stendal und KeineA14, das Bündnis Herz statt Hetze sowie das Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung im Landkreis Stendal veranstalten am kommenden Freitag, den 19.03. einen Klimastreik-Aktionstag und eine Anti-Rassismus-Soli-Aktion. Es wird eingeladen, sich ab 14 Uhr an einer Kreideaktion auf dem Marktplatz zu beteiligen, die den Kampf gegen Rassismus und für die Erreichung der Klimaziele zum Thema hat. Im Anschluss sind alle Menschen eingeladen, an einer Fahrraddemo über die B189 teilzunehmen, um für eine Verkehrswende und gegen die A14 zu demonstrieren, wobei mit einem Zwischenstopp an der im Bau befindlichen ZAST gleichzeitig ein Zeichen gegen Rassismus und für gerechte Migrationspolitik gesetzt werden soll.

 

Überregionale/digitale Angebote

Arbeitshilfe für diskriminierungsarme Öffentlichkeitsarbeit

Für ein stärkeres Bewusstsein gegenüber Rassismus in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stellt ZEMIGRA zwei Arbeitshilfen zur diskriminierungsarmen Sprache und Bildauswahl für haupt- und ehrenamtlich Engagierte zur Verfügung. Hier geht es zum kostenlosen Download:  https://bit.ly/2OFjfCa .

Fachveranstaltung Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen

Landesfachveranstaltung „Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt: Hürden abbauen und Potentiale besser nutzen“ des Verbundprojektes „Blickpunkt: Migrantinnen – Fach- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration migrantischer Frauen in Sachsen-Anhalt“ am Donnerstag, den 25. März 2021, 09:30 – 16:00 Uhr. Sie finden alle detaillierten Informationen und das Anmeldeformular auf dieser Seite: www.blickpunkt-migrantinnen.de/anmeldeformular-landesfachveranstaltung2021

Online-Fortbildung „Diversity – verstehen und gestalten“

Seminar aus der Reihe der „IQ-Mins“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt am 18.03.2021 von 15.00 – 16.30 Uhr. Anmeldung zum „Kurz & Knackig“ – Schnupperformat über Diversity an vickey.roger@agsa.de bis zum 17.03.

Bildungswochen gegen Rassismus von „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“

Alle Informationen unter: https://bildungswochen.de/programm

Onlineseminar, -vortrag und- training

Die Partnerschaften für Demokratie Burg und Genthin und der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. laden Sie ab dem 15.03. zu 3 digitalen Veranstaltungen ein. Hier klicken für den Veranstaltungsflyer.

 

Weitere Informationen zur bundesweiten Kampagne gegen Rassismus unter https://www.vorsicht-vorurteile.de/.

Antidiskriminierungsnewsletter 03/2021

Antidiskriminierungsnewsletter Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung 03/2021

Yey! Wir haben es geschafft. Ab jetzt kannst du dir diesen Newsletter direkt in dein Email-Postfach senden lassen, indem du dich auf der Seite „Aktuelles“ in die Verteilerliste einträgst.

Rückblicke:

19.02. – Gedenken an die Opfer aus Hanau

Ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden, wurde unter Einhaltung der Coronaregeln auch in Sachsen-Anhalt den Opfern gedacht. In Magdeburg am Hasselbachplatz und in Halle auf dem Marktplatz gab es Kundgebungen und Schweigeminuten, außerdem demonstrierten mehrere hundert Menschen vor dem Magdeburger Hauptbahnhof gegen Faschismus. Zu betonen ist, dass die Hinterbliebenen und deren Unterstützer*innen weiterhin Aufklärung fordern und die Intransparenz der Ermittlungsbehörden kritisieren.

Migrant Voices Halle, die die Aktion in Halle organisierten, sowie Bilder und Gedanken zum Gedenktag, findest du unter diesem Link auf Twitter: https://twitter.com/MigrantVoicesHL

In den Hanau-Protokollen vom Spiegel berichten Angehörige und Überlebende über Entfremdung von Deutschland, offene Fragen und vor über die Menschen, die sie verloren haben: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/die-hanau-protokolle-ueberlebende-des-attentats-berichten-ueber-ihre-entfremdung-von-deutschland-a-00000000-0002-0001-0000-000175304177

 

Solidaritätsbekundung der Hochschule mit Prof. Auma

Die Hochschule hat sich ebenfalls öffentlich zu dem in letzten Newsletter beschriebenen Fall von Rassismus und Sexismus geäußert. Sie solidarisieren sich in folgendem Statement mit der Professorin Prof. Dr. Auma:

https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/aktuelles/single-news/single/die-hochschule-magdeburg-stendal-bekundet-solidaritaet-mit-ihrer-professorin-maureen-maisha-auma.html

Aktuell haben schon über fünfhundert Student*innen und Angehörige der HS die Solidaritätsbekundung unterzeichnet.

 

Heute, am 1.März ist Zero Discrimination Day. 

Seit 2014 macht das UN-Programm UNAIDS jeweils zum 1. März auf den Zero Discrimination Day aufmerksam – und stellt damit ein klares Ziel in den Fokus: Zusammenleben frei von jeglicher Diskriminierung.

Hier findest du das Statement von UNAIDS zum diesjährigen Aktionstag: https://www.unaids.org/en/2021_ZDD_campaign_end_inequalities

 

Ausblick:

08.03. – Internationaler Frauentag

10.03. – (VERANSTALTUNGSTIPP): Lange Nacht des Menschenrechtsfilmpreises (Infos hier)

21.03. – Internationaler Tag gegen Rassismus


Ein abschließender Gedanke zum Thema Adultismus (Diskriminierung aufgrund eines „zu jungen“ Alters)

Teresa Sickert sagt in ihrem Feature „Eine ausgebremste Generation“ bei Deutschlandfunkkultur Folgendes zu einem immer noch höchstaktuellen Thema:

„Noch im Jahr 2019 diskutierte Erwachsenendeutschland ob es angemessen sei, wenn Jugendliche für ein für sie wichtiges politisches Ziel hin und wieder an einem Freitag die Schule sausenlassen. Nun wird denselben Schülerinnen und Schülern wochenlang der Zugang zu Bildung erschwert. Zum Schutz der Alten. Die Bedrohung der jungen Generation, durch den Klimawandel, ist ins Hintertreffen geraten. Der Klimaprotest wurde 2020 infolge der Pandemie ausgebremst. Was folgt? Die Jugendlichen fühlen sich politisch nicht gesehen.“

Hier kannst du den ganzen Beitrag hören: https://www.deutschlandfunkkultur.de/jugendliche-in-der-coronakrise-eine-ausgebremste-generation.976.de.html?dram:article_id=491814

1 Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau – wir gedenken

Heute jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau zum ersten Mal.

Wir sind in Gedanken bei den Opfern, Überlebenden und Angehörigen des Anschlags in Hanau am 19.02.2020.

Wir erinnern #saytheirnames

Plakat der Initiative 19. Februar mit den Bildern und Namen der Opfer #saytheirnames

Plakat der Initiative 19. Februar mit den Bildern und Namen der Opfer #saytheirnames

 

Auf der Seite der Initiative 19. Februar könnt ihr euch über Unterstützungsmöglichkeiten informieren: https://19feb-hanau.org/aktuell/

 

 

 

Antidiskriminierungsnewsletter 02/2021

Antidiskriminierungsnewsletter Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung 02/2021

Rückblicke:

27.01 – Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Der internationale Gedenktag findet jährlich am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau statt. Viele Gedenkveranstaltung mussten aufgrund der Pandemielage abgesagt werden. In Stendal fand die jährliche Themenwoche „Denken ohne Geländer“ mit einem breit aufgestellten und aktuellem Programm komplett online statt. Eindrücke sind unter https://www.denken-ohne-gelaender.de/ zu finden.

29.01 – Alltagsrassismus und Antiziganismus im WDR

In der Show „Die letzte Instanz“ des WDR diskutierte Steffen Hallaschka mit vier Nicht-Betroffenen von Rassismus über die Notwendigkeit, Sprache, die als diskriminierend empfunden wird, anzupassen. Alle waren sich einig: Wenn es um Paprikasoße geht, die als Namen die rassistische Fremdbezeichnung gegen Rom:nja und Sinti:zzi trägt, sei eine Anpassung der Sprache nicht notwendig. Das löste zu Recht eine Welle der Empörung aus.

Gianni Jovanovic ist Comedian und stammt aus einer Roma-Familie. Das sagt er dazu: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wdr-sendung-die-letzte-instanz-es-fehlten-respekt-und.1013.de.html?dram:article_id=491842

Die Komikerin Enissa Amani hat eine Antwort auf die letzte Instanz: Eine eigene Talkshow von Betroffenen zum Thema, die sich die beste Instanz nennt. Hier der Trailer, die erste Folge erscheint am 09.02.2021 um 18 Uhr. https://www.instagram.com/tv/CLAJSvuqw9Y/?utm_source=ig_embed

06.02. – Internationaler Tag gegen die weibliche Genitalverstümmelung

Die Verstümmelung weiblicher Genitalien kann als extreme und endgültige Ausprägung eines frauenfeindlichen Systems und damit als Menschenrechtsverletzung gesehen werden. Am 06.02. wird sich daher weltweit für die circa 200 Millionen Betroffenen eingesetzt, sowie für die Abschaffung dieser Praxis.

Weitere Infos (Triggerwarnung):

https://taz.de/Tag-gegen-weibliche-Genitalverstuemmelung/!5749099/

Kurzdoku von Y-Kollektiv: Weibliche Verstümmelung – Wie eine Rapperin die grausame Tradition stoppen will

https://www.youtube.com/watch?v=620AOt8gYYk&feature=youtu.be&ab_channel=Y-Kollektiv

Social Media: AFD-Fraktion Sachsen-Anhalt attackiert Lehrende Prof. Dr. Maureen M. Auma
Prof. Maisha Maureen Auma hat in einem Interview (LINK) die mangelnde Diversität an deutschen Hochschulen und die Unterrepräsentanz von People of Color kritisiert. Seitdem ist sie rassistischen Angriffen auf Social Media, u.a. durch die AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt, ausgesetzt. Unter anderem fallen in einem Post der AFD Sachsen-Anhalt Sätze wie: „Genauso wie Antifaschisten selbst die schlimmsten Faschisten sind, entpuppen sich selbsternannte Antirassisten als die schlimmsten Rassisten.“ Außerdem spricht die AFD u.a. von „plumpem Rassismus gegen Weiße“.

Wir rufen dazu auf, Beiträge und Kommentare dieser Art auf Social Media entsprechend den Richtlinien zu melden und sich mit Prof. Auma solidarisch zu zeigen.
Solidaritätsbekundungen gibt es u.a. von der Universität Bayreuth, der HU Berlin sowie einer Gruppe aus Stendal, bestehend aus Alumnis des Studiengangs Kindheitswissenschaften Stendal, des FasRa AHW und WiWi Stendal und des Studierendenverein Stendals. Die Stellungnahme der Stendaler Gruppe kann hier eingesehen werden: https://westandwithprofauma.tumblr.com/
Der offene Brief der Stendaler kann über durch eine Mail mit dem zu veröffentlichenden Namen an we-stand-with-prof-auma@gmx.de mitgezeichnet werden.

Ausblick:

Am 1.März ist Zero Discrimination Day. Wenn ihr im Landkreis Aktionen anlässlich des Tages plant, veröffentlichen wir das gerne auf unserer Website oder im nächsten Newsletter.

Wir schließen den Newsletter mit einem Zitat von Georg Restle, MONITOR-Redaktionsleiter:

„Alltagsrassismus ist kein Diminutiv von Rassismus. Er ist die Wurzel, von der alles ausgeht: Die Gewöhnung an Ausgrenzung, die Verbreitung des Hasses, die Ignoranz gegenüber den Betroffenen. Und mit Sprache fängt es an. Warum ist das so schwer zu begreifen?“

Einrichtung mehrsprachiger Hotline für besorgte Migrant*innen

Nach dem rechtsextremistischen Anschlag am Mittwoch in Halle hat das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) eine Hotline für besorgte Migrant*innen eigerichtet. Seit dem 14.Oktober ist die mehrsprachige Hotline-Nummer: 03 45 -21 38 93 99 für jene, die als potenzielle Opfer von rechtsextremen Taten Sorge haben, erreichbar.

Hier finden Sie die dazugehörige Pressemitteilung vom LAMSA.

Reaktion auf den antisemitischen Angriff auf die jüdische Gemeinde zu Halle (Saale)

Wir sind entsetzt über den antisemitischen Angriff auf die jüdische Gemeinde zu Halle (Saale) an Jom Kippur und verurteilen diesen Gewaltakt mit Vehemenz. In einem Brief an die Gemeinde haben wir unser tiefes Mitgefühl bekundet und treten gemeinsam weiterhin in Wort und Tat für eine tolerante und offene Gesellschaft ohne Hass und Gewalt ein.

Empowermentangebote für Menschen mit Rassismuserfahrungen im September

Ende September finden zwei Veranstaltungen statt, die sich ausschließlich an Menschen richten, die negativ von Rassimus betroffen sind und einen geschützten Raum für Austausch und Empowerment bieten sollen.

Empowermentworkshop für Menschen mit Rassismuserfahrungen
„Ich sehe was, was du nicht siehst – Empowerment als Strategie gegen Rassismus“
am 26.09.2019 von 19-21 Uhr in der kleinen Markthalle in Stendal (mehr Infos entnehmen Sie bitte der Einladung zum Empowermentworkshop Stendal 09.2019)

Veranstaltet vom Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung und der Altmärkischen Bürgerstiftung im Rahmen der Interkulturellen Woche des Landkreises Stendal.

Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse für Mädchen* und Frauen* mit Rassismuserfahrungen
am 28. und 29. September in Magdeburg (Sprachmittlung, Übernahme Fahrtkosten und Übernachtungen ggf. möglich) (Ausschreibung auf Deutsch Workshop Selbstbehauptung und Selbstverteidigung , weitere Sprachen verfügbar, s.u.)
Anmeldung ist noch bis 20.September möglich!

Veranstaltet von der Beratungsstelle ENTKNOTEN. Weitere Informationen gibt es auch hier: https://www.alltagsrassismus-entknoten.de/blog/thema/workshop/

 

6 Monate Website und Mitteilungsverfahren – was ist seitdem passiert?

Am 28. März war es endlich soweit – die Website unseres Netzwerks mit dem dazugehörigen Verfahren zum Mitteilen von Diskriminierungserfahrungen konnte online gehen. In einer Auftaktveranstaltung stellten wir unser Vorhaben vor und gaben den Startschuss bekannt. Details sind der Pressemitteilung, März 2019 zu entnehmen.

Seitdem ist einiges passiert:

Wir haben weitere Anlaufstellen qualifiziert, an die sich Betroffene von Diskriminierung wenden können. Anlaufstellen zeigen Betroffenen oder Zeug*innen von Diskriminierung verschiedene Möglichkeiten auf, gegen Diskriminierung aktiv zu werden und unterstützen bei Bedarf beim Eintragen von Erfahrungen in den Mitteilungsbogen. Insgesamt gibt es inzwischen 13 Anlaufstellen. Bisher sind die meisten Anlaufstellen allerdings in Stendal – wir werden aber in den nächsten Monaten versuchen, auch Anlaufstellen in der Fläche des Landkreises und den verschiedenen Kreisstädten zu qualifizieren. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne!

Wir haben außerdem unser Netzwerk und die Unterstützungsmöglichkeiten, die wir bieten, bei unterschiedlichsten Aktionen und Zusammentreffen im Landkreis vorgestellt. Dabei haben wir oft das Feedback bekommen, dass es Sensibilisierung zu Diskriminierung und mehr Beratungs- und Hilfsangebote bedarf. Dafür stehen wir gemeinsam weiterhin ein!

Es kommt oft vor, dass diskriminierende Vorfälle unsichtbar bleiben. Einige Menschen haben allerdings bereits ihre Erfahrungen mit uns geteilt. Das hilft uns, auf Diskriminierung aufmerksam zu machen, mehr Teilhabe für alle zu erreichen und Hilfestrukturen auf- und auszubauen. Wir werden im Frühjahr 2020 mit einem Bericht über Diskriminierung im Landkreis Stendal an die Öffentlichkeit gehen und Veränderungen einfordern. Bis dahin versuchen wir weiterhin, mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und für Betroffene sichtbarer zu werden.

Über Unterstützung und die Bekanntmachung unseres Netzwerks freuen wir uns sehr!